Die HumorWerkstatt besteht aus drei Teilen. Hier steht kurz, was jeder davon ist.
1 · Der Blog — zum Lesen
Das hier, wo du gerade bist.
Der Blog ist öffentlich und kostenlos. Keine Anmeldung, kein Zugang, nichts. Hier schreibe ich über das Handwerk: wie lang eine Rede sein darf, wie man zu Ideen kommt, woran man im Saal merkt, dass es Zeit wird aufzuhören.
Wenn du wissen willst, worum es überhaupt geht, fängst du hier an. Und wenn du jemandem erklären willst, was wir hier machen, schickst du ihm einen Link auf diesen Blog.
2 · Die Community — zum Reden
Die Community liegt auf einer eigenen Plattform namens Communi. Es gibt sie als App fürs Handy und im Browser. Hinein kommt nur, wer Mitglied ist — von außen ist nichts zu sehen.
Stell sie dir als Vereinsraum vor: der Raum, in dem man sich trifft, statt allein zu Hause zu sitzen.
Für jedes Thema eine eigene Ecke
In keiner dieser Ecken schreibt einer und alle lesen zu. Jeder kann etwas beginnen, jeder kann antworten, und jede Antwort darf widersprechen. Das ist ausdrücklich erwünscht.
Damit nicht alles durcheinandergeht, ist der Raum aufgeteilt:
- Stell dich vor — wer du bist und was du vorhast
- Deine Texte & Ideen — Entwürfe zeigen und gegenlesen lassen
- Augen & Ohren auf — was dir im Alltag aufgefallen ist
- Wort für Wort — die deutsche Sprache als Werkzeug: wie man mit ihr Gags und Pointen baut
- Auf der Bühne — Auftritt, Lampenfieber, Saal
- Kurse & Workshops — die gemeinsamen Abende online
- Fundgrube — alles, was sonst nirgends hinpasst
Die Ecke Wort für Wort ist dabei die handwerklichste von allen. Dort geht es um die deutsche Sprache selbst: um Doppeldeutigkeiten und Wortspiele, um den Reim — und darum, warum eine Pointe steht oder umfällt. Oft liegt es an einer Kleinigkeit. Das Pointenwort gehört ans Ende des Satzes, nicht in die Mitte. Ein Komma zu viel bremst. Die falsche Zeitform nimmt einer Geschichte die Spannung. Solche Dinge bespricht man am besten an einem konkreten Satz, den jemand mitbringt.
Aus solchen Gesprächen wird oft mehr, als am Anfang drinsteckte. Einer wirft eine Beobachtung in die Runde, ein anderer sieht darin eine Figur, ein Dritter hat den passenden Reim — und am Ende hat jemand eine Rede, auf die er allein nicht gekommen wäre.
Denn die Community ist keine Einbahnstraße von mir als Admin. Sie lebt von jedem Einzelnen. Jeder weiß etwas, das die anderen nicht wissen: der eine kennt seinen Saal, der andere hat ein Ohr für Sprache, der Dritte weiß, wie man Lampenfieber übersteht.
Deshalb ist Mitmachen keine Pflicht — aber der eigentliche Sinn der Sache. Wer nur liest, bekommt die Hälfte.
Kurse und Workshops
Von Zeit zu Zeit treffen wir uns live am Bildschirm und arbeiten gemeinsam an einem Thema. Termin und Zugangslink stehen in der linken Spalte unter Veranstaltungen.
Deine Texte zeigen
Das ist der eigentliche Grund, warum es die Community gibt. Wer allein schreibt, hat den härtesten Kritiker gleich mit im Zimmer: sich selbst. Vier Augen sehen mehr als zwei.
Und weil von außen niemand mitliest, kannst du auch etwas zeigen, bei dem du selbst noch nicht weißt, ob es taugt.
3 · Die Werkzeugkiste — zum Arbeiten
Der dritte Teil ist das, womit du tatsächlich an deiner Rede sitzt. Auch er ist nur für Mitglieder und von jedem Gerät erreichbar, auch vom Handy.
- Die Bütt-Schablone — dein Arbeitsplatz: Entree, Hauptteil, Schluss, Zugabe. Mit Wortzähler, Pointenzähler und geschätzter Redezeit.
- Der Ideenspeicher — ein Zettelkasten für alles, was dir übers Jahr auffällt. Verschlagwortet und durchsuchbar.
- Das Witze-Archiv — Witze, Sprüche, Zitate, Teekesselchen. Für die Stellen, an denen es klemmt.
- Das Reimlexikon — Reimwörter zum Nachschlagen.
- Was du dort ablegst, liegt nicht bei einem Konzern.
Kurz gesagt
Blog — lesen. Offen für alle, zum Hineinschnuppern.
Community — reden. Fragen, zeigen, sich austauschen.
Werkzeugkiste — arbeiten. Hier entsteht deine Rede.
Das wichtigste Werkzeug steht übrigens auf keiner dieser Listen. Es sitzt vor dem Schreibblock. Das bist du.












