Verfasst von Michael Bethke
Wenn ich aufhöre — was kommt danach?
Diese Frage habe ich mir jahrelang gestellt. Nicht aus Wehmut, sondern weil ich sehe, was passiert: In unserem Verein kamen junge Talente, standen ein, zwei Sessionen in der Bütt — und waren wieder weg. Wir haben uns zu wenig um sie gekümmert. Bei Gastauftritten in anderen Vereinen war es dasselbe Bild: auf der Bühne standen Leute in meinem Alter. Und dahinter kam wenig.
Beim Tanz wird viel getan. Beim Wort fast nichts.
Tanzgruppen proben monatelang. Es gibt Wettbewerbe, Seminare, Austausch. Man kann bei einer Probe zuschauen.
Einen Büttenredner bei der Arbeit erlebt man nie. Wir sitzen allein zu Hause, jeder für sich, und niemand klopft an und sagt: „Zeig mal, was du hast, wollen wir zusammen daran arbeiten?“
Ich bin über die Jahre zu Seminaren gefahren, mehrere Stunden hin, mehrere Stunden zurück. Man saß zusammen, sprach über seine Reden, tauschte Erfahrungen aus. Aber eine brauchbare Anleitung hat mir nie jemand mitgegeben.
Irgendwann habe ich mich gefragt: Wer leitet die Büttenredner eigentlich an?
Was mir selbst gefehlt hat
Als ich anfing, bekam ich fertige Texte. Im Amateurtheater, im Kabarett, und auch meine erste Bütt stammte aus der Sammlung unseres Präsidenten. Ich musste mir also keine Gedanken machen.
Und dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man selbst anfangen muss. Da sitzt man also vor dem leeren Blatt und weiß nicht: Wie viel Text brauche ich überhaupt? Wo gehören die Gags hin? Wie komme ich von einer Idee zu einer Figur, die eine ganze Rede trägt?
Fragen konnte ich niemanden. Nicht weil es niemanden gab — sondern weil ich mich nicht getraut habe:
Dann zeigst du ja, dass du zu blöd bist, selbst einen Text zu schreiben.
Diesen Satz habe ich mir jahrelang selbst gesagt. Ich vermute, ich bin damit nicht allein.
Für wen die Werkstatt gedacht ist
Für alle, die gern mal auf der Bühne stehen würden und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Und für die, die schon dastehen, aber merken, dass es besser gehen könnte. Aber auch für diejenigen die ihre Erfahrungen weitergeben möchten.
Was ich immer wieder höre: „Ich hab kein Talent.“ „Ich habe keine Zeit.„
Hinter dem ersten Satz steckt fast nie fehlendes Talent. Dahinter steckt Angst — davor, dass es schiefgeht, dass keiner lacht, dass man ausgelacht wird. Das gibt nur niemand zu.
Talent ist das Geringste an der Sache. Es geht um Handwerk, und Handwerk kann man sich aneignen. Was es braucht, ist der Wille — und Zeit, die man sonst mit Scrollen verbringt.
Für wen sie nicht gedacht ist
Wer schnell eine fertige Rede braucht, ist hier falsch. Dafür gibt es Textbücher zu kaufen. Ich halte die meisten für langweilig, aber sie sind schneller.
Die HumorWerkstatt ist kein Selbstbedienungsladen, in dem man fertige Reden abgreift. Sie ist für die, die etwas Eigenes machen wollen.
Was drin ist
- Die Bütt-Schablone — ein Arbeitsplatz, an dem du deine Rede aufbaust: Entree, Hauptteil, Schluss, Zugabe. Mit Wortzähler, Pointenzähler und geschätzter Redezeit.
- Der Ideenspeicher — ein Zettelkasten für alles, was dir übers Jahr auffällt. Verschlagwortet, durchsuchbar, verknüpfbar. Auch auf dem Handy.
- Das Witze-Archiv — Witze, Sprüche, Zitate, Teekesselchen. Eine Krücke für die Stellen, an denen es klemmt.
- Ein Reimlexikon zum Nachschlagen.
- Videos und Anleitungen zu den Werkzeugen.
- Die Community — Menschen, die dasselbe vorhaben. Dort kannst du zeigen, woran du sitzt.
Das wichtigste Werkzeug steht übrigens nicht auf dieser Liste. Es sitzt vor dem Schreibblock — das bist du selbst. Der Rest ist Geländer.
Vier Augen sehen mehr als zwei
Wer allein schreibt, hat den härtesten Kritiker gleich mit im Zimmer: sich selbst. Man schreibt etwas, ist begeistert — und zwei Tage später denkt man, darüber lacht kein Mensch.
Mir hat einmal unser Sitzungspräsident gesagt, meine Rede sei zu lang. Ich war erbost. Beim nächsten Auftritt habe ich das Publikum genau beobachtet — und musste zugeben, dass er recht hatte. Ich habe gekürzt, schweren Herzens. Danach kam der Erfolg.
Kritik, die nur nett sein will, nützt niemandem. Man braucht den ehrlichen Rat von jemandem, der weiß, wovon er redet. Genau dafür ist die Gemeinschaft da — und dafür, dass man sich traut zu fragen. Etwas, das ich selbst jahrzehntelang nicht konnte.
Was ich verspreche — und was nicht
Ich verspreche keinen Erfolg. Dafür ist jeder selbst verantwortlich, und wer etwas anderes behauptet, schwindelt.
In der HumorWerkstatt schreiben wir niemandem seine Rede. Das muss jeder selbst machen. Aber wir helfen gern dabei.
Was ich mit der HumorWerkstatt anbiete, sind Werkzeuge und meine Erfahrung aus vierzig Jahren. Nichts davon ist in Stein gemeißelt — es sind meine Wege, und ich hoffe auf andere, die ihre dazustellen.
„Erfahrungen werden im Leben oftmals teuer erkauft, obwohl man sie gebraucht hätte billiger haben können.“
Was es kostet
8 Euro im Monat. Oder 80 Euro im Jahr statt 96 — dann sparst du zwei Monate.
Alles ist drin: die Werkzeuge, das Archiv, die Videos, die Community. Keine Zusatzpakete, nichts, was extra kostet.
Vierzehn Tage kannst du dich kostenlos umsehen, bevor du dich entscheidest. Schau dir an, was drin ist — und entscheide dann.
Michael Bethke
Gründer und Admin der HumorWerkstatt
Keine Schule. Eine Werkstatt. Bewertet wird hier gar nichts.
Noch Fragen? Auf der Seite Häufige Fragen stehen die Antworten auf das, was mir am häufigsten gestellt wird — auch die unbequemen. Oder schreib mir.

