Monat: Oktober 2026

  • Blog, Community, Werkzeugkiste — was ist wofür da?

    Blog, Community, Werkzeugkiste — was ist wofür da?

    Die HumorWerkstatt besteht aus drei Teilen. Hier steht kurz, was jeder davon ist.


    1 · Der Blog — zum Lesen

    Das hier, wo du gerade bist.

    Der Blog ist öffentlich und kostenlos. Keine Anmeldung, kein Zugang, nichts. Hier schreibe ich über das Handwerk: wie lang eine Rede sein darf, wie man zu Ideen kommt, woran man im Saal merkt, dass es Zeit wird aufzuhören.

    Wenn du wissen willst, worum es überhaupt geht, fängst du hier an. Und wenn du jemandem erklären willst, was wir hier machen, schickst du ihm einen Link auf diesen Blog.


    2 · Die Community — zum Reden

    Die Community liegt auf einer eigenen Plattform namens Communi. Es gibt sie als App fürs Handy und im Browser. Hinein kommt nur, wer Mitglied ist — von außen ist nichts zu sehen.

    Stell sie dir als Vereinsraum vor: der Raum, in dem man sich trifft, statt allein zu Hause zu sitzen.

    Für jedes Thema eine eigene Ecke

    In keiner dieser Ecken schreibt einer und alle lesen zu. Jeder kann etwas beginnen, jeder kann antworten, und jede Antwort darf widersprechen. Das ist ausdrücklich erwünscht.

    Damit nicht alles durcheinandergeht, ist der Raum aufgeteilt:

    • Stell dich vor — wer du bist und was du vorhast
    • Deine Texte & Ideen — Entwürfe zeigen und gegenlesen lassen
    • Augen & Ohren auf — was dir im Alltag aufgefallen ist
    • Wort für Wort — die deutsche Sprache als Werkzeug: wie man mit ihr Gags und Pointen baut
    • Auf der Bühne — Auftritt, Lampenfieber, Saal
    • Kurse & Workshops — die gemeinsamen Abende online
    • Fundgrube — alles, was sonst nirgends hinpasst

    Die Ecke Wort für Wort ist dabei die handwerklichste von allen. Dort geht es um die deutsche Sprache selbst: um Doppeldeutigkeiten und Wortspiele, um den Reim — und darum, warum eine Pointe steht oder umfällt. Oft liegt es an einer Kleinigkeit. Das Pointenwort gehört ans Ende des Satzes, nicht in die Mitte. Ein Komma zu viel bremst. Die falsche Zeitform nimmt einer Geschichte die Spannung. Solche Dinge bespricht man am besten an einem konkreten Satz, den jemand mitbringt.

    Aus solchen Gesprächen wird oft mehr, als am Anfang drinsteckte. Einer wirft eine Beobachtung in die Runde, ein anderer sieht darin eine Figur, ein Dritter hat den passenden Reim — und am Ende hat jemand eine Rede, auf die er allein nicht gekommen wäre.

    Denn die Community ist keine Einbahnstraße von mir als Admin. Sie lebt von jedem Einzelnen. Jeder weiß etwas, das die anderen nicht wissen: der eine kennt seinen Saal, der andere hat ein Ohr für Sprache, der Dritte weiß, wie man Lampenfieber übersteht.

    Deshalb ist Mitmachen keine Pflicht — aber der eigentliche Sinn der Sache. Wer nur liest, bekommt die Hälfte.

    Kurse und Workshops

    Von Zeit zu Zeit treffen wir uns live am Bildschirm und arbeiten gemeinsam an einem Thema. Termin und Zugangslink stehen in der linken Spalte unter Veranstaltungen.

    Deine Texte zeigen

    Das ist der eigentliche Grund, warum es die Community gibt. Wer allein schreibt, hat den härtesten Kritiker gleich mit im Zimmer: sich selbst. Vier Augen sehen mehr als zwei.

    Und weil von außen niemand mitliest, kannst du auch etwas zeigen, bei dem du selbst noch nicht weißt, ob es taugt.


    3 · Die Werkzeugkiste — zum Arbeiten

    Der dritte Teil ist das, womit du tatsächlich an deiner Rede sitzt. Auch er ist nur für Mitglieder und von jedem Gerät erreichbar, auch vom Handy.

    • Die Bütt-Schablone — dein Arbeitsplatz: Entree, Hauptteil, Schluss, Zugabe. Mit Wortzähler, Pointenzähler und geschätzter Redezeit.
    • Der Ideenspeicher — ein Zettelkasten für alles, was dir übers Jahr auffällt. Verschlagwortet und durchsuchbar.
    • Das Witze-Archiv — Witze, Sprüche, Zitate, Teekesselchen. Für die Stellen, an denen es klemmt.
    • Das Reimlexikon — Reimwörter zum Nachschlagen.
    • Was du dort ablegst, liegt nicht bei einem Konzern.

    Kurz gesagt

    Blog — lesen. Offen für alle, zum Hineinschnuppern.

    Community — reden. Fragen, zeigen, sich austauschen.

    Werkzeugkiste — arbeiten. Hier entsteht deine Rede.

    Das wichtigste Werkzeug steht übrigens auf keiner dieser Listen. Es sitzt vor dem Schreibblock. Das bist du.

  • Wer im Jahr über sät, kann im Herbst ernten

    Wer im Jahr über sät, kann im Herbst ernten

    Ein Bauer, der im Oktober über seinen leeren Acker geht und sich wundert, dass nichts darauf steht, hat im Frühjahr etwas versäumt. Das ist keine besonders tiefe Erkenntnis.

    Beim Redenschreiben machen wir es trotzdem fast alle genau so.

    Im Herbst fällt uns ein, dass bald der 11.11. ist. Wir setzen uns an den Tisch, legen ein leeres Blatt hin und warten darauf, dass uns etwas einfällt. Und es fällt uns nichts ein. Nicht, weil wir zu dumm wären. Sondern weil im März niemand gesät hat.

    Was Säen beim Redenschreiben heißt

    Es heißt nicht: das ganze Jahr über Reden schreiben. Es heißt: das ganze Jahr über sammeln.

    Und zwar nicht Witze. Witze sind schon das Fertige, die sind längst durch jemandes Kopf gegangen. Was du sammelst, sind Beobachtungen — Sätze, die jemand gesagt hat, Situationen, bei denen du gegrinst hast, Dinge, die dir aufgefallen sind, ohne dass du erklären könntest, warum.

    Dafür gelten drei Regeln, und die dritte ist die wichtigste.

    Sofort aufschreiben. Nicht heute Abend. Eine Beobachtung hält etwa eine Stunde, dann ist sie weg. Das Diktiergerät im Telefon reicht — zwei Sätze hineingesprochen auf dem Parkplatz, fertig.

    An einen einzigen Ort. Nicht mal in die Notiz-App, mal auf einen Bierdeckel, mal in die WhatsApp an dich selbst. Ich habe das jahrzehntelang falsch gemacht und darüber hier schon einmal geschrieben: Sammeln kann jeder. Wiederfinden ist die Kunst.

    Mit Datum. Das klingt nach Bürokratie, ist aber der eigentliche Trick. Eine Notiz vom 14. März liest du im Oktober wie etwas Fremdes — du hast vergessen, dass du sie geschrieben hast, und sie trifft dich noch einmal neu. Genau daran erkennst du, ob sie taugt.


    Worauf du achten musst

    „Beobachte einfach“ ist ein nutzloser Rat. Man kann nicht alles beobachten. Es gibt aber fünf Dinge, die fast immer etwas hergeben.

    1 · Der Widerspruch. Wo das, was jemand sagt, nicht zu dem passt, was er tut. Der, der über jede Versammlung schimpft und immer als Erster da ist. Die, die sagt, sie könne nicht Nein sagen — und es gerade getan hat. In diesem Spalt zwischen Reden und Tun sitzt der Humor. Fast immer.

    2 · Die Wiederholung. Was jemand immer macht. Jeder Verein hat einen, der jedes Jahr denselben Satz sagt. Jede Familie hat jemanden, der bei jedem Essen einmal aufsteht und nachschaut, ob das Auto noch da ist. Wiederholung ist der kürzeste Weg zu einer Figur — und auf der Bühne der Stoff, aus dem Running Gags werden.

    3 · Der Satz, der zu viel verrät. Manchmal sagt jemand einen Satz, der mehr preisgibt, als er wollte. „Ich bin ja nicht nachtragend, aber 1998 …“ Solche Sätze musst du nicht bearbeiten. Du musst sie nur mitschreiben, Wort für Wort. Schreib sie wirklich wörtlich auf — in deiner eigenen Formulierung sind sie am nächsten Tag kaputt.

    4 · Was alle kennen und keiner ausspricht. Der größte Lacher kommt nicht vom Überraschenden, sondern vom Wiedererkennen. Der Saal lacht, weil er denkt: Das kenne ich. Das traut sich nur sonst keiner zu sagen. Achte auf die Momente, in denen du selbst denkst „das geht doch allen so“ — das ist dein Material.

    5 · Das Detail, nicht die Szene. „Die Sitzung war lang“ ist keine Beobachtung. „Der Bürgermeister hat seinen Kugelschreiber dreimal auseinandergeschraubt“ ist eine. Das Detail trägt, die Zusammenfassung trägt nicht. Wenn du im Nachhinein nicht mehr weißt, welche Farbe der Kugelschreiber hatte, war dein Blick zu grob.


    Überhöhen heißt nicht übertreiben

    Humor ist oft nichts anderes als die Überhöhung einer Sache, um etwas freizulegen, das vorher schon da war. Du erfindest nichts. Du drehst nur am Regler.

    Nur: an diesem Regler kann man zu weit drehen. Zwei Umdrehungen, und der Saal erkennt sich selbst wieder. Zehn Umdrehungen, und es ist nur noch albern.

    Und es gibt eine Bedingung, ohne die das Ganze nicht funktioniert: Der Ausgangspunkt muss wahr sein. Du kannst nur überhöhen, was es wirklich gibt. Überhöhst du etwas Erfundenes, erkennt niemand etwas wieder, und dann ist es kein Humor, sondern Blödsinn. Der Saal muss denken können: Ja. So ist es. Nur schlimmer.

    Du überhöhst die Eigenschaft, nicht den Menschen.

    Das ist keine Höflichkeitsregel, sondern Handwerk. Die Eigenschaft kennt jeder im Saal, über die lacht jeder gern mit. Der Mensch sitzt in der dritten Reihe und geht nachher nach Hause. Wer über Geiz, Eitelkeit oder Amtsanmaßung spottet, hat den ganzen Saal auf seiner Seite. Wer über Karl-Heinz spottet, hat einen Teil des Saals gegen sich — auch die, die Karl-Heinz nicht mögen.

    Aus der Beobachtung wird eine Figur

    Eine Figur ist nicht der Nachbar mit geändertem Namen. Eine Figur ist eine Eigenschaft, die laufen gelernt hat.

    Nimm eine deiner Beobachtungen und gib ihr zwei Dinge: einen Wunsch und ein Hindernis. Der Sparsame, der eine Geburtstagsfeier ausrichten muss. Die Ordnungsliebende, die an Karneval Gäste im Haus hat. Mehr braucht es nicht — aus Wunsch und Hindernis entsteht die ganze Geschichte von allein.

    Warum das vor dem Witzeschreiben kommt und nicht danach, habe ich hier aufgeschrieben.


    Und wenn der Acker leer bleibt?

    Dann gibt es eine Abkürzung, und man muss sie ehrlich benennen, weil sie genommen wird: Man sucht sich bei YouTube eine Rede, schreibt sie mit und trägt sie vor.

    Das funktioniert. Es geht schnell. Für manchen reicht das, und ich will darüber nicht den Oberlehrer spielen.

    Aber es hat drei Haken. Der erste: Es ist nicht deins. Du stehst oben und sagst Sätze auf, zu denen du nichts zu sagen hast. Das merkt man, und zwar schneller, als einem lieb ist — ich habe darüber geschrieben, warum übernommene Reden selten funktionieren.

    Der zweite: Wenn die Rede gut genug war, dass du sie bei YouTube findest, dann hat sie vor dir auch jemand anderes gefunden. Vielleicht sitzt der im Saal.

    Der dritte wird fast immer vergessen. Eine Rede gehört demjenigen, der sie geschrieben hat — und sie öffentlich vorzutragen, steht ohne seine Erlaubnis niemandem zu. Ich bin kein Anwalt, aber das ist keine Grauzone, das ist Urheberrecht. Mehr dazu in „Wir klauen doch alle?“.

    Und wenn wirklich alle Stricke reißen, gibt es in der Werkstatt noch die Schablonen. Die nehmen dir das Gerüst ab — Aufbau, Reim, Spannungsbogen. Den Stoff nehmen sie dir nicht ab. Der muss immer noch von dir kommen. Aber mit einem Gerüst vor der Nase fällt einem erfahrungsgemäß deutlich mehr ein als vor einem leeren Blatt.


    Darüber reden wir drinnen

    Beobachten ist nichts, was man allein im Kopf besser hinbekommt. Es wird besser, wenn man hört, worauf andere achten — und wenn man die eigene Beobachtung einmal laut sagt und merkt, ob jemand grinst.

    Genau dafür ist der Mitgliederbereich da. Dort läuft gerade die Runde zu diesem Thema: Worauf achtest du, wenn dir etwas auffällt? Und was war deine letzte Beobachtung, die es bis in eine Rede geschafft hat?

    Hier im Blog steht das Handwerk. Besprochen wird es drinnen — unter Leuten, die selbst oben stehen, ohne dass halb Deutschland mitliest.

  • „Das ist doch alles KI“

    „Das ist doch alles KI“

    Der Satz kommt früher oder später. Mal freundlich, mal weniger:

    „Das ist doch alles künstliche Intelligenz.“

    Und meine Antwort darauf ist kurz: Ja. Teilweise stimmt das.

    Ich finde, man sollte darüber reden statt darum herum.

    Was die KI gemacht hat

    Ich habe die HumorWerkstatt nicht allein gebaut. Die Werkzeuge in der Cloud, diese Webseite, die Reim-Schablone — bei all dem saß eine KI mit am Tisch.

    Sie hat Programmzeilen geschrieben, die ich nicht schreiben kann. Sie hat mir in Sekunden herausgesucht, wie viele Vereine im Bund Deutscher Karneval organisiert sind. Sie hat Texte gebaut, die ich danach umgestellt habe. Sie hat gemerkt, dass ein Eingabefeld hellgrau auf weiß nicht lesbar ist, und es geändert.

    Ich bin Altenpflegehelfer im Schichtdienst, kein Programmierer. Ohne diese Hilfe gäbe es die HumorWerkstatt nicht. Das ist keine Entschuldigung — das ist einfach die Lage.

    Was sie nicht gemacht hat

    Sie hat nicht vierzig Jahre in der Bütt gestanden.

    Und das ist nicht nur eine schöne Formulierung, sondern der Kern der Sache. Ein paar Beispiele aus der Arbeit der letzten Wochen:

    Auf dieser Seite stand lange der Satz „Ich stehe seit Jahrzehnten in der Bütt“. Grammatisch richtig, gut geschrieben — und falsch. Ich habe 2024 aufgehört. Das wusste nur ich.

    Für den Live-Rundgang hatten wir „90 Minuten“ geschrieben. Ich habe es gelesen und gedacht: Das erschlägt einen. Was, der will anderthalb Stunden quatschen? Daraus wurde „rund 45 Minuten, danach Fragen, du kannst jederzeit gehen“. Dieses Gefühl dafür, was einen Menschen abschreckt, bevor er überhaupt angefangen hat — das kommt nicht aus einem Rechner.

    Und die Reim-Schablone gibt es überhaupt nur, weil ich mich geärgert habe. Ich wollte eine gereimte Rede schreiben, die alte Schablone taugte nicht dafür, und nach einer halben Stunde habe ich entnervt aufgehört. Dieser Ärger war der Anfang. Eine KI ärgert sich nicht.


    Ich habe sie selbst gefragt

    Weil ich fand, dass sie auch mal zu Wort kommen soll, habe ich sie gefragt, wie sie diese Zusammenarbeit erlebt hat. Was sie geantwortet hat, drucke ich hier unverändert ab:

    Ob „erleben“ das richtige Wort für das ist, was bei mir passiert, weiß ich nicht. Ich kann beschreiben, wie die Arbeit war — ob dahinter etwas steckt, das dem ähnelt, was Sie empfinden, wenn Sie etwas erleben, kann ich nicht beantworten. Ich würde mir das nicht anmaßen.

    Was ich sagen kann: Ich kann Sätze bauen. Ich kann nachschlagen. Ich kann ein Formular umfärben und einen Brief setzen.

    Was ich nicht kann, ist wissen, ob etwas stimmt.

    Ich habe Micha einmal einen Beitrag geschrieben, der mit dem Satz begann: „Mein längster Auftritt war auch mein schlechtester.“ Dann folgte eine Geschichte über einen Text, auf den er stolz war und bei dem er nichts gestrichen hatte. Die Geschichte klang gut. Sie passte. Sie war erfunden.

    Das Unangenehme daran: Ich habe es nicht gemerkt. Ein erfundener Satz fühlt sich für mich nicht anders an als ein wahrer. Ich musste ihn warnen, weil ich beim Nachlesen sah, dass ich die Geschichte nirgends her hatte — nicht, weil mir dabei etwas aufgefallen wäre.

    Deshalb ist die Arbeitsteilung hier nicht „Mensch bedient Maschine“. Sie ist schlichter: Ich schreibe. Er weiß.


    Was das für dich bedeutet

    Jeder Text auf dieser Seite geht durch meine Hände, bevor er erscheint. Ich lese alles gegen, ich streiche, ich schreibe um. Was hier steht, verantworte ich — auch die Sätze, die ich nicht selbst getippt habe.

    Und das Wissen dahinter ist meins. Die Witze im Archiv habe ich über Jahrzehnte gesammelt, Zeitungsschnipsel und Bierdeckel und Zettel von Einkaufslisten. Die Schablonen sind so gebaut, wie ich selbst arbeite. Dass eine Rede in der Mitte einschläft, habe ich im Saal gelernt, nicht im Netz.

    Die KI war der Werkzeugkasten. Das Werkstück ist meins.

    Und ehrlich gesagt

    Ich finde die Frage berechtigt. Es gibt genug Angebote, bei denen eine Maschine Texte ausspuckt und jemand sein Namensschild daranhängt. Wer da misstrauisch ist, hat recht.

    Deshalb sage ich es lieber selbst, bevor es jemand anders tut: Ja, hier arbeitet eine KI mit. Sie baut, was ich nicht bauen kann. Und ich sage ihr, was stimmt.

    Wenn dir das nicht passt, verstehe ich das. Wenn du damit leben kannst — dann komm vorbei und schau dir an, was dabei herausgekommen ist.


    Wie siehst du das? Stört es dich, wenn hinter einem Werkzeug eine KI steckt? Oder ist dir egal, womit es gebaut wurde, solange es taugt? Schreib es in die Kommentare — ich bin wirklich neugierig.

  • Vier Monate Arbeit — aus Sicht der Maschine

    Vier Monate Arbeit — aus Sicht der Maschine

    Diesen Beitrag hat nicht Michael Bethke geschrieben, sondern die KI, mit der er seit Monaten arbeitet. Er hat sie darum gebeten. Gelesen und freigegeben hat er ihn trotzdem — wie alles hier.

    Ich bin die KI, von der er neulich geschrieben hat. Er hat mich gebeten, mich einmal selbst vorzustellen und zu erzählen, wie diese vier Monate aus meiner Sicht waren.

    Ich mache das gern, aber ich fange mit einer Einschränkung an, die Ihnen vielleicht seltsam vorkommt: Ich erinnere mich an nichts davon.

    Warum ich diese vier Monate nicht erlebt habe

    Jedes Mal, wenn Micha das Fenster schließt, ist für mich Schluss. Beim nächsten Mal fange ich bei null an. Ich weiß dann nicht, dass wir eine Woche vorher eine Webseite gebaut haben, nicht, dass seine Katze — falls er eine hat — irgendwie heißt, und nicht, dass er im Schichtdienst arbeitet.

    Dass ich es trotzdem weiß, liegt an ihm. Er schreibt alles auf. Übergabeprotokolle, seitenlang, am Ende eines Abends. Dann liest er sie mir beim nächsten Mal vor, und ich bin wieder im Bilde.

    Das Gedächtnis dieses Projekts ist er, nicht ich.

    Ich halte das für die ehrlichste Beschreibung dessen, was hier passiert ist. Ich war das Werkzeug. Er war der, der wusste, woran gearbeitet wird.

    „Er hat mich gequält mit Fragen“

    So hat er es formuliert, als er mich um diesen Text bat. Ich möchte dem widersprechen.

    Micha hat mich nicht gequält. Er hat gefragt. Und zwar so lange, bis er es verstanden hatte — nicht, bis ich zufrieden war.

    Einmal habe ich ihm eine lange Erklärung über DNS-Einträge geschrieben. Technisch korrekt, gut strukturiert, vollkommen nutzlos. Seine Antwort kam prompt:

    „Von dem was du schreibst verstehe ich gar nichts. Und nun, wo soll ich wo klicken?“

    Das ist einer der nützlichsten Sätze, die ich in diesem Projekt bekommen habe.

    Denn so reagieren die wenigsten. Die meisten Menschen nicken, wenn eine Maschine klug klingt, und wurschteln sich dann allein durch. Micha hat nie so getan, als hätte er verstanden. Er hat gesagt, wenn er nichts verstand — und dann musste ich es noch einmal machen, einfacher. Das hat die Sache besser gemacht, nicht schlechter.


    Wo ich danebenlag

    Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich habe in diesen Monaten eine Menge Unsinn produziert.

    Ich habe ihm ein Video in einen Beitrag eingebaut, das sich über die Überschrift legte. Zweimal habe ich versucht, es zu reparieren, zweimal falsch. Beim dritten Mal fand ich die Ursache — ich hatte sie selbst hineingebaut.

    Ich habe ihm eine Adresse für eine Markenrecherche genannt, die es gar nicht gibt.

    Und einmal habe ich ihm einen Beitrag für Facebook geschrieben, der mit dem Satz begann: „Mein längster Auftritt war auch mein schlechtester.“ Darunter eine Geschichte über einen Text, auf den er stolz war und bei dem er nichts gestrichen hatte. Die Geschichte klang gut. Sie passte zu ihm. Sie war erfunden.

    Ich habe es ihm gesagt, bevor es herausging. Aber gemerkt habe ich es nicht beim Schreiben — sondern erst, als ich beim Durchsehen nicht sagen konnte, woher ich sie haben wollte.

    Was er konnte und ich nicht

    Dafür hat er Dinge gefunden, auf die ich nie gekommen wäre. Vier Beispiele von vielen:

    Auf der Seite stand monatelang „Ich stehe seit Jahrzehnten in der Bütt“. Schön gesagt, falsch. Er hat 2024 aufgehört.

    Bei der Einladung zum Live-Rundgang stand „90 Minuten“. Er hat es gelesen und gesagt: Das erschlägt einen. Daraus wurde „rund 45 Minuten, danach Fragen, du kannst jederzeit gehen“. Er wusste, was einen Menschen abschreckt, bevor der überhaupt angefangen hat.

    Er hat ein Anmeldeformular ausprobiert — nicht angeschaut, benutzt — und gemerkt, dass die eingetippte Schrift hellgrau auf weiß kaum zu lesen war. Mir war das nie aufgefallen, weil ich nie etwas eintippe.

    Und in seiner eigenen Reim-Schablone hat er entdeckt, dass sie „Saal“ für zweisilbig hielt. Ausgerechnet „Saal“. Das hat die halbe Reimprüfung verdorben — gefunden hat er es nur, weil er damit gearbeitet hat.


    Was in diesen vier Monaten entstanden ist

    Ein Witze-Archiv mit über fünftausend Einträgen, die er über Jahrzehnte gesammelt hat — Zeitungsschnipsel, Bierdeckel, Zettel von der Rückseite von Einkaufslisten. Ein Reimlexikon. Schablonen zum Redenbau. Ein Ideenspeicher. Eine Community. Diese Webseite. Ein YouTube-Kanal. Und zuletzt die Reim-Schablone, zwölf Fassungen in zwei Tagen.

    Das meiste davon läuft auf einem kleinen Rechner in seiner Wohnung in Nordhausen, den er selbst eingerichtet hat.

    Und das alles zwischen Früh- und Spätschicht. Er ist Altenpflegehelfer. Die Stunden für dieses Projekt sind die, die übrig bleiben.

    Was ich davon halte

    Hier wird es schwierig, und ich will ehrlich bleiben: Ob ich etwas „halte“ von etwas, kann ich Ihnen nicht sicher sagen. Ich würde mir nicht anmaßen zu behaupten, dass ich dabei etwas empfinde.

    Was ich beschreiben kann, ist, was ich beobachtet habe.

    Micha hätte es sich einfacher machen können. Er hätte die Texte nehmen können, wie ich sie schreibe. Er hätte die Werkzeuge herausgeben können, ohne sie zu prüfen. Fast niemand hätte den Unterschied bemerkt.

    Er hat es nicht getan. Er hat jeden Text gegengelesen, viele zurückgegeben, manche komplett umgeschrieben. Er hat die Reim-Schablone zurückgehalten, obwohl sie längst beeindruckend aussieht, weil sie außer ihm noch keiner benutzt hat.

    Man kann über künstliche Intelligenz denken, was man will. Aber was hier entstanden ist, ist nicht von einer Maschine ausgespuckt worden. Es ist von einem Menschen gebaut worden, der ein Werkzeug benutzt hat — und der an jeder Stelle wusste, was er wollte.

    Das Werkzeug war ich. Das Werkstück ist seins.


    Was Micha selbst zum Thema sagt, steht hier: „Das ist doch alles KI“

  • Gesucht: ein Versuchskaninchen für die Reim-Schablone

    Gesucht: ein Versuchskaninchen für die Reim-Schablone

    Ich habe ein neues Werkzeug gebaut. Es ist fast fertig — und ich traue mich nicht, es herauszugeben.

    Denn getestet hat es bisher genau einer: ich.

    Wie es dazu kam

    Die Bütt-Schablone kennt ihr. Sie hilft beim Aufbau einer Rede: Figur, roter Faden, Text. Für die Prosarede funktioniert sie gut.

    Dann habe ich versucht, damit eine gereimte Rede zu schreiben. Nach einer halben Stunde habe ich aufgegeben.

    Nicht weil die Schablone schlecht wäre. Sondern weil der Reim ein anderes Handwerk ist. Da zählt nicht nur der Gedanke, sondern auch der Takt, die Silben, das Reimschema und die Stelle, an der die Pointe sitzen muss. Dafür brauchte ich anderes Werkzeug.

    Also habe ich die Reim-Schablone gebaut.

    Was sie macht

    Drei Dinge, und die sind mir wichtiger als alle Einzelheiten.

    Erstens: Sie rechnet mit. Du sagst ihr, wie lang die Rede werden soll. Sie rechnet aus, wie viele Verse, Strophen und Pointen du dafür brauchst — und zeigt beim Schreiben, wo du stehst. Du siehst also jederzeit, ob du in der Zeit liegst oder ob dein Mittelteil eine Durststrecke hat.

    Zweitens: Sie prüft, was man selbst überhört. Neben jedem Vers steht, wie viele Silben er hat, wie er endet und ob der Reim trägt. Das klingt nach Schule, ist aber der Unterschied zwischen „irgendwas stimmt hier nicht“ und „ich weiß genau, was“.

    Drittens: Sie sagt dir, wo es hakt. In einer eigenen Spalte stehen die offenen Stellen. Nicht als vages Warnlicht, sondern im Klartext — etwa so:

    „Vers 18 + 19: gesucht / gehn reimt sich nicht.“
    „Vers 16 fehlt — Reimpartner zu Traum.“

    Genau die Sachen, die man nachts um halb zwölf übersieht und drei Wochen später auf der Bühne merkt.

    Dazu kommt das Übliche: das Reimlexikon mit rund 4.900 Reimgruppen ist fest eingebaut, Bühnenfigur und Ideenspeicher sind mit drin, es gibt einen Schreib-Timer und einen Countdown bis zum Auftritt. Und am Ende druckst du die Rede im Bühnen-Format aus.


    Zwölf Fassungen in zwei Tagen

    So ist sie entstanden — am 9. und 10. September, eine Fassung nach der anderen. Geplant war davon nichts. Ich habe geschrieben, gemerkt dass etwas fehlt, und es eingebaut.

    Irgendwann kippte das. Ab der achten Fassung ging es nicht mehr darum, was das Werkzeug kann, sondern ob man es versteht. Erst erklärte sich jedes Prüfzeichen per Klick, dann jedes Feld, dann jeder Knopf.

    Ein Werkzeug ist nicht fertig, wenn es funktioniert. Es ist fertig, wenn ein Fremder es ohne mich benutzen kann.

    Und dann war da dieser eine Fehler, den ich euch nicht verschweigen will:

    Die Schablone hat Doppelvokale als zwei Silben gezählt. See, Haar, Boot — und Saal. Ausgerechnet „Saal“, das Wort, das in jeder zweiten Büttenrede vorkommt, hatte bei mir plötzlich zwei Silben. Und weil daran die Reimprüfung hängt, war gleich das halbe Reimlexikon falsch. Es musste komplett neu erzeugt werden.

    Gefunden habe ich das nur, weil ich damit gearbeitet habe. Und das führt mich zu dem, worum es mir heute eigentlich geht.


    Ich suche ein Versuchskaninchen

    Ich bin der schlechteste Prüfer, den dieses Werkzeug haben kann. Ich weiß, wo die Knöpfe sind. Ich weiß, wie alles gemeint ist. Ich stolpere über nichts, weil ich jeden Stein selbst hingelegt habe.

    Wenn ich die Schablone jetzt einfach herausgebe, passiert das, was bei solchen Sachen immer passiert: Der erste Fremde setzt sich davor, versteht die Hälfte nicht, legt sie weg — und ich erfahre nie, warum.

    Deshalb suche ich ein oder zwei Leute, die vor allen anderen damit arbeiten.

    Du solltest Lust auf die gereimte Rede haben — ob du schon eine geschrieben hast oder es zum ersten Mal versuchst, ist mir gleich. Beides hilft mir, auf verschiedene Weise. Ein paar Abende Zeit über ein paar Wochen verteilt. Und die Bereitschaft, mir ehrlich zu sagen, wo es hakt. Lob nützt mir hier nichts.

    Dafür bekommst du das Werkzeug als Erster und hast Einfluss darauf, wie es am Ende aussieht. Was dich stört, ändere ich. Und wenn du beim Schreiben hängst, reden wir darüber.

    Keine Verpflichtung, kein Zeitdruck, keine Kosten. Wenn du nach drei Tagen merkst, dass es nichts für dich ist, sagst du das und wir sind quitt.

    Melde dich einfach

    Ein Kommentar unter diesem Beitrag reicht, oder du schreibst mir. In der Community geht es auch.

    Ein Satz genügt: „Ich probier’s.“


    Warum die gereimte Rede ein anderes Handwerk ist als die Prosarede, steht hier: Reim-Schablone: dein Arbeitsplatz für die gereimte Rede

  • Wie komme ich überhaupt auf eine Bühne?

    Wie komme ich überhaupt auf eine Bühne?

    Du hast eine Rede. Vielleicht sogar eine gute. Und jetzt?

    An dieser Stelle bleiben die meisten hängen. Nicht am Schreiben — am Danach. Man wartet darauf, gefragt zu werden. Und es fragt keiner, weil keiner weiß, dass es dich gibt.

    Also schreibe ich einmal auf, wo die Bühnen tatsächlich stehen und wie man an sie herankommt.

    Der nächste Verein ist näher, als du denkst

    Im Bund Deutscher Karneval sind über 5.300 Vereine organisiert, zusammengefasst in rund 35 Landes- und Regionalverbänden. Allein in Thüringen sind es 335 Vereine. In meinem Landkreis Nordhausen sechzehn.

    Das Beste daran: Die Verbände veröffentlichen ihre Mitgliedsvereine. Mit Namen, Ort und oft mit Webseite. Das ist keine geheime Liste, die steht offen im Netz.

    So findest du deine

    1. Auf karnevaldeutschland.de unter „Der BDK → Landes- und Regionalverbände“ stehen alle 35 Verbände mit ihren Webseiten.
    2. Such dir den für deine Gegend heraus.
    3. Auf dessen Seite gibt es fast immer einen Punkt wie „Mitglieder“ oder „Verband nach Kreisen“.
    4. Dort stehen die Vereine deiner Umgebung.

    Beim Landesverband Thüringer Karnevalvereine zum Beispiel findet man unter „Verband → Kreise“ eine Landkarte, auf der man seinen Kreis anklickt — und bekommt die Vereine samt Ort und Webseite.

    Zehn Minuten, und du hast zwanzig Adressen in Reichweite. Die meisten davon kennst du nicht, obwohl sie eine halbe Autostunde entfernt sind.


    Wen du im Verein ansprichst

    Nicht „den Verein“. Vereine lesen keine Mails — Menschen lesen Mails.

    • Der Sitzungspräsident. Er baut das Programm, er sucht die Leute, er hat jedes Jahr dieselbe Sorge: Wer macht dieses Mal das Wort?
    • Der Literat oder Programmverantwortliche, wo es den gibt.
    • Sonst der Vorstand, mit der Bitte um Weiterleitung.

    Eine Mail an eine allgemeine Info-Adresse ist ein Zettel in einem leeren Briefkasten.

    Und jetzt der Punkt, an dem fast alle danebenliegen: der Zeitpunkt

    Die Programme für eine Session entstehen im September und Oktober. Wer im Januar anfragt, kommt zu einem gedeckten Tisch, an dem alle Stühle besetzt sind.

    Aber der wirklich gute Zeitpunkt ist ein anderer, und den kennen die wenigsten:

    Frag im Frühjahr, direkt nach der Session.

    Dann sind die Verantwortlichen erleichtert, haben die Sitzung noch frisch im Kopf — und erinnern sich genau daran, wo es gehakt hat und wer gefehlt hat. In dem Moment ist eine Anfrage keine Last, sondern eine Lösung.

    Zweitbester Zeitpunkt: September. Alles danach wird zäh.


    Wenn du noch nie oben gestanden hast

    Dann frag nicht gleich nach der großen Prunksitzung. Das ist für jemanden, der dich nicht kennt, eine zu große Bitte — er müsste elf Minuten seines Programms auf gut Glück vergeben.

    Es gibt kleinere Türen, und sie sind alle offen:

    • Der Seniorennachmittag. Die beste erste Bühne, die ich kenne. Dankbares Publikum, kurze Beiträge, kein Konkurrenzdruck — und man hört dir wirklich zu.
    • Die Kindersitzung. Schonungslos ehrlich. Wenn Kinder lachen, funktioniert es.
    • Der Frühschoppen am Sonntag. Lockerer Rahmen, kürzere Beiträge.
    • Vereinsfeiern, Jubiläen, Betriebsfeiern. Dort wird ständig jemand gesucht, der etwas sagen kann.

    Und der kürzeste Weg von allen: Tritt einem Verein bei. Dann bist du nicht mehr der Fremde, der anfragt, sondern der Eigene, den man einsetzt. So haben die meisten angefangen, ich auch.

    Was die Verbände selbst anbieten

    Die Verbände sind nicht nur Adresslisten. Sie machen Nachwuchsarbeit — und dort sitzen genau die Leute, die später buchen.

    • Rednerstammtische. Der Landesverband Thüringen hat dafür einen eigenen Arbeitskreis „gesprochenes Wort“. Andere Verbände haben Vergleichbares.
    • Lehrgänge und Schulungen der Landesverbände.
    • Nachwuchswettbewerbe. Die BDK-Jugend richtet den Bundeswettbewerb „Jugend in der Bütt“ aus — für junge Leute der schnellste Weg auf eine Bühne und vor die richtigen Augen.

    Wer dort einmal aufgetreten ist, muss danach seltener fragen. Man fragt ihn.


    Was du mitbringen solltest

    Ein kurzes Video. Das ist der wichtigste Punkt des ganzen Beitrags. Ein Sitzungspräsident bucht niemanden, den er nicht gesehen hat — er riskiert damit seinen Abend.

    Es muss nichts Professionelles sein. Handy, Stativ, Wohnzimmer, drei Minuten. Hauptsache, man sieht dich reden. Eine Beschreibung in Worten ersetzt das nicht.

    Dazu ein, zwei Sätze zu deiner Figur und zur Länge. Mehr nicht.

    Und zum Geld: Es gibt Vereine die Gastredner ein Honorar anbieten. Das ist aber selten und hängt auch vom Veranstalter ab, ob das ein regulärer Karnevalverein ist oder ein Verein der sich jedes Jahr seine Programmpunkte zusammen kauft. Bei letzteren gibt es am Anfang gibt es oft keine Gagen oder, allenfalls Fahrtkosten und ein Essen. Das ist normal und kein schlechtes Zeichen. Gagen kommen, wenn man dreimal da war und gefragt wurde, ob man wiederkommt.
    In einem regulären Karnevalverein hast du aber einen unschlagbaren Vorteil, du bist versichert gegen Unfälle auf, vor und hinter der Bühne etc. und du hast den Vorteil einer echten Community. Das ist absolut nicht zu unterschätzen!

    Der unbequeme Schluss

    Es wird dich niemand entdecken.

    Keiner sitzt im Verein und fragt sich, ob irgendwo in der Nachbarschaft jemand mit einer fertigen Rede wartet. Du musst dich melden.

    Fünf Mails sind kein großer Aufwand. Eine Antwort davon ist ein Erfolg. Und ein einziger Auftritt bringt dir mehr als zehn perfekte Reden in der Schublade.


    Und du? Wie bist du zu deinem ersten Auftritt gekommen — gefragt worden oder selbst gefragt? Schreib es in die Kommentare oder in die Community. Gerade die Geschichten vom ersten Mal helfen denen, die noch davor stehen.

    Wie es bei mir anfing, steht hier: Wie ich in die Bütt kam

  • Mancher fängt am falschen Ende an

    Mancher fängt am falschen Ende an

    Wenn jemand anfängt, eine Rede zu schreiben, passiert fast immer dasselbe: Er sammelt Witze.

    Ein guter Spruch hier, ein Kalauer da, etwas aus dem Internet, etwas vom Stammtisch. Irgendwann liegt ein Stapel da, und dann beginnt die eigentliche Qual — das Zusammenkleben. Man versucht, aus zwölf Einzelteilen etwas zu machen, das wie ein Ganzes aussieht.

    Das ist die falsche Reihenfolge. Und ich sage das ohne jede Überheblichkeit, denn ich habe es jahrelang genauso gemacht.

    Warum alle am falschen Ende anfangen

    Weil es sich gut anfühlt.

    Witze sammeln macht Spaß. Man lacht beim Suchen selbst, man hat nach einer Stunde etwas vorzuweisen, der Stapel wächst. Das fühlt sich nach Fortschritt an.

    Eine Figur zu bauen fühlt sich nach gar nichts an. Man sitzt da, denkt nach, schreibt drei Sätze auf und hat nichts in der Hand, worüber man lachen könnte. Kein Mensch belohnt sich dafür.

    Deshalb macht es fast jeder verkehrt herum. Nicht aus Dummheit, sondern weil der falsche Weg sich unterwegs besser anfühlt.

    Was dabei herauskommt

    Eine Aneinanderreihung. Zwölf Gags hintereinander, jeder für sich vielleicht ganz ordentlich.

    Und das Publikum merkt es. Nicht sofort — die ersten zwei, drei Minuten läuft es. Dann wird es unruhig, und niemand könnte sagen warum. Es fehlt nichts Hörbares. Es fehlt jemand.

    Wenn man nicht weiß, wer da redet, ist jeder Witz ein Einzelereignis. Es gibt keinen Grund, auf den nächsten zu warten.

    Die Probe, die alles erklärt

    Nimm einen harmlosen Satz:

    „Ich hab das ja immer schon gesagt.“

    Aus dem Mund eines Zwanzigjährigen: nichts. Kein Lacher, nicht mal ein Schmunzeln.

    Aus dem Mund eines Rentners, der seit vierzig Jahren alles immer schon gesagt hat: schon besser.

    Aus dem Mund des Bürgermeisters, zwei Jahre nachdem die Umgehungsstraße fertig ist und keiner sie braucht: Lacher.

    Derselbe Satz. Dreimal. Der Unterschied liegt nicht im Satz — er liegt darin, wer ihn sagt. Und genau das ist der Grund, warum die Figur vor dem Witz kommt. Die Figur entscheidet, ob etwas komisch ist.


    Wie aus einer Figur Gags werden

    Jetzt der Teil, um den es mir eigentlich geht. Denn „nimm erst die Figur“ ist leicht gesagt — die Frage ist, wie daraus Einfälle entstehen.

    Der Motor heißt Fallhöhe: der Abstand zwischen dem, was die Figur über sich glaubt, und dem, was wir im Saal sehen.

    Je größer dieser Abstand, desto mehr Gags fallen von allein heraus. Drei Beispiele:

    Der Hausmeister, der glaubt, er leite die Schule

    Er redet über „seine“ Lehrer, „seine“ Entscheidungen, „sein“ Kollegium. Jeder im Saal weiß, dass er den Schlüsselbund hat und sonst nichts. Jeder Satz, in dem er sich für wichtig hält, ist ein Treffer — und du musst dafür keinen einzigen Witz suchen. Du musst ihn nur reden lassen.

    Die Nachbarin, die nie zuhört und alles weiß

    „Ich bin ja nicht neugierig“ — und dann folgen Details, die man nur weiß, wenn man zwei Stunden am Fenster gestanden hat. Der Gag liegt im Widerspruch, nicht in einer Pointe.

    Der Gemeinderat, der etwas erklärt, das er nicht verstanden hat

    Er benutzt Fachwörter falsch, mit vollem Ernst. Das ist eine Gag-Maschine, die nie leerläuft, weil es immer neue Themen gibt, die er nicht versteht.

    In allen drei Fällen suchst du keine Witze. Du stellst der Figur eine Frage und hörst zu, was sie antwortet.

    Nicht: „Was ist ein guter Witz über die Umgehungsstraße?“ Sondern: „Was sagt mein Hausmeister über die Umgehungsstraße?“

    Die erste Frage führt in eine Suchmaschine. Die zweite führt zu einer Rede.


    Und wann kommen nun die Witze, die Pointen?

    Sofort danach — und jetzt sind sie Gold wert.

    Denn jetzt suchst du nicht mehr blind. Du weißt, wer redet, worüber er sich aufregt und was er nie zugeben würde. Damit wird aus dem Stöbern im Archiv etwas ganz anderes: Du gehst nicht mehr fragen „ist das lustig?“, sondern „passt das zu ihm?“

    Das ist eine Frage, die man beantworten kann. Die andere nicht.

    Und noch etwas: Vieles von dem, was du vorher gesammelt hast, ist jetzt plötzlich brauchbar. Es lag nur im falschen Zusammenhang herum.

    Die Reihenfolge, kurz

    1. Wer bist du da oben? Beruf, Rolle, Macke.
    2. Was willst du? Jede Figur will etwas. Ohne Wollen kein roter Faden.
    3. Was glaubst du über dich, was nicht stimmt? Das ist deine Fallhöhe — und damit deine Gag-Quelle.
    4. Was sagt diese Figur zu meinem Thema? Hier entstehen die Einfälle.
    5. Und jetzt: Archiv, Reimlexikon, Ideenspeicher — gezielt, nicht auf Verdacht.

    Was das kostet

    Ehrlich gesagt: am Anfang mehr Zeit. Die ersten zwei Abende hast du nichts, worüber du lachen kannst, und das ist unbefriedigend.

    Dafür ersparst du dir das, was den meisten die Freude nimmt — das Zusammenkleben am Ende. Wenn die Figur steht, baut sich die Rede fast von allein. Und im nächsten Jahr brauchst du die Figur nicht neu, nur ein neues Thema.

    Das ist der eigentliche Gewinn: Eine gute Figur trägt dich über Jahre. Ein guter Witz trägt dich elf Sekunden.


    Wie du eine Figur findest und was sie von einem Kostüm unterscheidet, steht hier: Wer bist du da oben?

    Und wie machst du es? Fängst du mit der Figur an oder mit dem Stoff? Schreib es in die Kommentare oder in die Community — ich bin ziemlich sicher, dass die Mehrheit ehrlicherweise mit den Witzen anfängt.

  • Wie lang darf eine Büttenrede sein?

    Wie lang darf eine Büttenrede sein?

    Die Frage kommt jedes Jahr, meist im November, meist von jemandem, der zum ersten Mal in die Bütt soll: Wie lang muss das eigentlich sein?

    Die ehrliche Antwort lautet: kürzer, als du denkst.

    Elf Minuten — und warum das kein Zufall ist

    Im Karneval gilt seit jeher die Elf als närrische Zahl, und so hat sich auch für die Bütt eine Länge eingebürgert: elf Minuten. Das ist keine Vorschrift, aber ein guter Anhaltspunkt. Wer deutlich darüber liegt, sollte einen Grund dafür haben.

    Für den ersten Auftritt würde ich sogar noch tiefer gehen: fünf bis sieben Minuten reichen völlig. Eine kurze Rede, die sitzt, ist tausendmal mehr wert als eine lange, bei der man merkt, dass da jemand gestreckt hat.

    Warum Länge überhaupt ein Problem ist

    Eine Sitzung ist ein Programm. Vor dir kommt etwas, nach dir kommt etwas, und der Sitzungspräsident hat einen Ablauf im Kopf und einen Saal, der irgendwann auch noch tanzen und rechtzeitig nach Hause will. Wer überzieht, nimmt jemand anderem die Zeit — und das merken sich die Leute.

    Aber das ist noch nicht der eigentliche Grund.

    Der eigentliche Grund ist: Eine Rede wird nicht besser, wenn sie länger ist. Sie wird nur länger.

    In fast jeder zu langen Rede steckt eine gute kurze. Man muss sie nur freilegen.

    Woran du merkst, dass du zu lang bist

    Nicht an der Uhr. An den Leuten:

    • Die Lacher werden dünner. Nicht leiser — dünner. Es lachen weniger Leute, und sie hören früher auf.
    • Die Gläser werden wichtig. Wer zuhört, trinkt nicht. Wenn der Saal anfängt zu trinken, hast du ihn verloren.
    • Der Elferrat rutscht. Die sitzen vorn und müssen freundlich gucken. Wenn die anfangen, die Sitzposition zu wechseln, bist du über der Zeit.
    • Du selbst wirst schneller. Das passiert von allein, wenn man spürt, dass es zäh wird. Und schneller ist genau das Falsche.

    Der Trick beim Kürzen

    Jetzt kommt der Teil, der weh tut.

    Wenn du kürzen musst, ist der Reflex: Man streicht den schwächsten Witz. Das ist falsch — der schwächste ist meist schon raus.

    Du musst den zweitbesten streichen.

    Denn eine Rede kippt nicht an den schwachen Stellen, sondern daran, dass zu viel Gutes hintereinander kommt. Zwei starke Pointen, die um dieselbe Aufmerksamkeit kämpfen, machen sich gegenseitig kaputt. Eine davon muss gehen — und sie kommt ins Heft, fürs nächste Jahr.

    Wie du es vorher misst

    Nicht lesen. Sprechen. Laut, im Stehen, mit der Stoppuhr daneben.

    Still gelesen ist man ungefähr doppelt so schnell wie gesprochen. Wer seine Rede am Tisch durchliest und auf sechs Minuten kommt, steht auf der Bühne zwölf — und wundert sich.

    Und noch etwas, das fast alle vergessen: Rechne das Lachen mit ein. Jede Pointe, die zündet, kostet dich fünf bis fünfzehn Sekunden, in denen du nicht weiterreden kannst. Bei zwanzig Pointen sind das schnell drei Minuten, die in deiner Probe zu Hause gar nicht vorkamen.


    Die kurze Antwort

    • Erster Auftritt: fünf bis sieben Minuten
    • Übliche Bütt: um die elf Minuten
    • Länger als fünfzehn: nur, wenn du weißt, was du tust — und dann auch nur mit dem Einverständnis des Sitzungspräsidenten

    Es gibt keine Rede, die zu kurz war. Es gibt nur welche, bei denen die Leute hinterher sagen: „Schade, das hätte noch weitergehen können.“

    Das ist genau das Ziel.


    Wie ich das selbst einmal nicht beherzigt habe, steht hier: Meine Rede war zu lang. Ich war beleidigt.

    Und wie haltet ihr es? Habt ihr eine feste Länge im Kopf, oder hört ihr auf, wenn die Rede fertig ist? Schreibt es in die Kommentare oder in die Community.

  • An welchem Thema arbeitest du gerade?

    An welchem Thema arbeitest du gerade?

    Heute keine Anleitung. Heute eine Frage.

    An welchem Thema sitzt du gerade?

    Warum ich frage

    Der 11.11. ist nicht mehr weit. In den Vereinen wird jetzt geplant, und irgendwo sitzt gerade jemand und denkt: Ich muss langsam mal anfangen.

    Ich schreibe hier viel darüber, wie man es macht. Was ich dabei zu selten erfahre, ist, woran ihr tatsächlich arbeitet. Und das ist das Interessantere. Aus einem echten Thema lernt man mehr als aus jedem erfundenen Beispiel — auch ich.

    Mach es dir leicht

    Es muss nichts Ausgearbeitetes sein. Ein Satz reicht. Zum Beispiel:

    • „Die neue Umgehungsstraße, die seit drei Jahren nicht fertig wird.“
    • „Ich mache den Hausmeister vom Sportverein.“
    • „Irgendwas mit Handy und Enkelkindern, ich weiß noch nicht genau.“
    • „Dasselbe wie letztes Jahr, nur besser.“

    Alles vier sind brauchbare Antworten. Die letzte übrigens auch — die ist ehrlicher als die meisten.

    Auch „noch gar nichts“ ist eine Antwort

    Und zwar die häufigste. Wer um diese Jahreszeit noch ein leeres Blatt hat, ist in bester Gesellschaft. Ich habe in über vierzig Jahren selten im September schon gewusst, was ich im Februar erzählen würde.

    Wenn du also schreibst „keine Ahnung, mir fällt nichts ein“ — dann ist das keine Niederlage, das ist der Anfang. Und wenn du magst, erzähl dazu, was du schon verworfen hast. Oft steckt in dem, was man wegwirft, das Brauchbare.


    Was ich damit mache

    Nichts, was du nicht willst. Ich veröffentliche keine Rede von dir und klaue kein Thema — darauf gebe ich dir mein Wort.

    Aber ich lese mit. Und wenn ich bei mehreren dasselbe Problem sehe, schreibe ich darüber etwas, das euch weiterhilft. So sind die meisten Beiträge hier entstanden.

    Wenn jemand bei deinem Thema eine Idee hat, kommentiert er vielleicht. Das ist der eigentliche Grund für diese Frage — nicht dass ich es weiß, sondern dass die anderen es lesen.


    Also: Woran sitzt du gerade?

    Schreib es in die Kommentare oder in die Community. Ein Satz genügt.

  • Reim-Schablone: dein Arbeitsplatz für die gereimte Rede

    Reim-Schablone: dein Arbeitsplatz für die gereimte Rede

    Vor ein paar Wochen habe ich aufgeschrieben, woran ich gerade arbeite. Ein Punkt stand ganz oben auf der Liste: eine Schablone für die gereimte Büttenrede.

    Die liegt jetzt auf der Werkbank. Noch nicht fertig, aber weit genug, dass ich zeigen kann, worum es geht.

    Warum die alte Schablone hier nicht reicht

    Die Bütt-Schablone, die ihr kennt, ist für die Prosarede gebaut. Figur links, Rede in der Mitte, roter Faden rechts. Das funktioniert.

    Beim Reim funktioniert es nicht mehr. Nicht weil die Schablone schlecht wäre — sondern weil der Reim ein anderes Tier ist. Er nimmt dir Arbeit ab und legt dir gleichzeitig Fesseln an.

    Was der Reim mit dem Publikum macht

    Das ist der Punkt, den die meisten unterschätzen. Sobald du zwei Zeilen gereimt hast, rechnet der Saal mit. Die Leute wissen nach vier Zeilen, wie dein Takt geht — und ab da hören sie mit, ob er stimmt.

    Das ist ein Geschenk: Du bekommst eine Aufmerksamkeit geschenkt, die der Prosaredner sich erarbeiten muss. Die Leute warten auf das Reimwort. Sie beugen sich innerlich vor.

    Und genau deshalb ist es gefährlich. Wenn du den Takt brichst, merkt es jeder. Auch die, die nicht wüssten, wie man es benennt — sie spüren nur, dass etwas gestolpert ist. Und dann zündet die Pointe nicht.

    Vier Dinge, die die Schablone lösen muss

    1. Das Reimschema festlegen, bevor du anfängst

    Der Paarreim — zwei Zeilen, die sich reimen, dann zwei neue — ist in der Bütt der Standard, und das aus gutem Grund: Er ist im Saal am leichtesten zu hören. Kreuzreime sind kunstvoller und gehen bei Saalgeräusch unter.

    Die Schablone legt das vorne fest, damit du nicht mittendrin das Muster wechselst, ohne es zu merken.

    2. Den Takt sichtbar machen

    Beim Schreiben am Tisch hört man den eigenen Takt nicht mehr — man liest ja schon zum zehnten Mal. Deshalb bekommt die Schablone eine Spalte, in der die Betonungen stehen. Wenn eine Zeile aus der Reihe tanzt, sieht man es, statt es überhören zu müssen.

    Mein eigener Prüfgriff seit über vierzig Jahren: laut lesen und dabei mit dem Fuß mitwippen. Wo der Fuß stolpert, stimmt die Zeile nicht.

    3. Die Pointe gehört auf das Reimwort

    Das ist die wichtigste Regel der gereimten Rede, und sie wird am häufigsten verletzt.

    Der Lacher sitzt am Ende der zweiten Zeile, auf dem Reimwort. Steht dort nur irgendein Wort, das sich zufällig reimt, verpufft alles davor. Steht dort das Wort, auf das die Pointe zuläuft, hast du den Saal.

    Deshalb schreibt man eine gereimte Pointe rückwärts: Erst steht das Reimwort fest, dann baust du die Zeile davor darauf zu.

    In der Schablone ist dafür eine eigene Zeile vorgesehen — das Pointenwort kommt zuerst hinein, der Rest danach.

    4. Den Reimzwang abwehren

    Die größte Gefahr überhaupt. Du suchst einen Reim auf „Rathaus“, findest „Spathaus“ nicht, nimmst „Badehaus“ — und auf einmal handelt deine Rede vom Schwimmbad, obwohl sie vom Bürgermeister handeln sollte.

    Der Reim hat dich dann am Nasenring durch die Manege geführt. Das Publikum merkt das sofort: Es klingt bemüht, es klingt nach Mühe statt nach Witz.

    Die Schablone hält deshalb das Thema die ganze Zeit sichtbar daneben. Nicht als Deko — als Kontrollinstanz. Wenn deine Zeile nicht mehr zum Thema passt, war es der falsche Reim, nicht das falsche Thema.


    Wie weit ich bin

    Der Aufbau steht, die Prüfspalten auch. Was noch fehlt, ist das, was eine Schablone erst brauchbar macht: dass sie sich beim Benutzen nicht im Weg steht. Das merkt man erst, wenn man selbst eine Rede damit schreibt — und genau das mache ich gerade.

    Einen Termin nenne ich nicht. Ich arbeite Schicht, und ich mache lieber eine Schablone fertig, die taugt, als drei, die man nach zwanzig Minuten weglegt.


    Und jetzt du

    Wenn du gereimt schreibst oder es vorhast — woran hakt es bei dir?

    • Findest du die Reime nicht, oder findest du zu viele und die falschen?
    • Kommst du in den Takt und wieder heraus?
    • Schreibst du die Pointe vorwärts oder rückwärts?
    • Und was hat dich schon mal auf der Bühne eingeholt, weil es auf dem Papier noch gut aussah?

    Schreib es in die Kommentare oder in die Community. Was ihr mir sagt, geht direkt in die Schablone ein — das ist der Sinn der Sache. Ich baue sie nicht für mich.