„Was ist da eigentlich drin für meine acht Euro?“ — die Frage höre ich am häufigsten. Also zeige ich es dir.
Die Werkstatt hat drei Teile: die Werkzeuge, das Archiv und die Leute. Und dazu siebenundfünfzig kurze Filme, zusammen über fünf Stunden, in denen ich erkläre, wie ich arbeite. Um die geht es hier.

Zum Anfang: Wie funktioniert das hier?
Sieben Filme, zusammen anderthalb Stunden.
Kein Inhalt zum Reden schreiben, sondern schlicht: Wo finde ich was? Wie stelle ich eine Frage? Wo liegt das Archiv, wo der Ideenspeicher?
Ich habe das gemacht, weil ich selbst nichts mehr hasse, als in einer neuen Software herumzuirren und mich zu dumm zu fühlen. Das soll dir hier nicht passieren.
Reden schreiben, von vorn
Einundzwanzig Filme, eine gute Stunde. In fünf Abschnitten.
Bühnenhumor verstehen
- Wer steht hier vor dir?
- Willkommen und dein Weg
- Drei Bühnenformen
- Warum wir lachen
- Deine Bühnenpersönlichkeit
Ideen finden
- Der Blick des Komikers
- Themen sammeln
- Was ist DEIN Thema?
- Zielgruppe und Anlass
Die Mechanik der Pointe
- Setup und Pointe
- Inkongruenz
- Das eine starke Wort
- Kürzen, kürzen, kürzen
Deine ersten Texte
- Die kurze Nummer aufbauen
- Vom Einfall zum Skript
- Überarbeiten
- Reim und Rhythmus
Zum ersten Mal laut
- Laut lesen und hören
- Lampenfieber verstehen
- Der erste Mini-Auftritt
- Abschluss und Ausblick
Das ist der Weg, den ich selbst gegangen bin — nur ohne die zwanzig Jahre Umwege.
Und dann die Figur
Siebenundzwanzig Filme, zweieinhalb Stunden.
Hier geht es um das, was ich für den wichtigsten Teil halte: wer bist du da oben? Persona, Macken, ein Lebenslauf für eine Person, die es nicht gibt. Kostüm und Markenzeichen. Aus dem Einfall wird eine Figur, die man wiedererkennt.
Warum das mehr Filme sind als zum Schreiben selbst? Weil ein guter Text mit der falschen Figur nicht funktioniert. Umgekehrt schon eher.
Wie so ein Film aussieht
Nehmen wir Der Blick des Komikers, vier Minuten.
Darin geht es darum, dass Komik selten erfunden und meistens gefunden wird. Wie Beobachtungskomik funktioniert. Warum „es ist lustig, weil es wahr ist“ der wichtigste Satz überhaupt ist. Und wie du einen Einfall festhältst, bevor er wieder weg ist.
Dazu gibt es einen Übungszettel zum Ausdrucken. Vier Minuten Film, ein Zettel — und danach schaust du drei Tage lang anders aus dem Fenster.

Warum die Filme so kurz sind
Drei bis fünf Minuten. Das ist Absicht.
Ich bin Schichtarbeiter. Ich weiß, wie es ist, wenn man nach der Spätschicht noch eine halbe Stunde hat und schon beim Zuschauen die Augen zufallen. Ein Film von vierzig Minuten wird nie angefangen. Ein Film von vier Minuten schon.
Und wichtiger: Nach vier Minuten sollst du etwas tun, nicht weiterschauen. Zwei Stunden zuzuschauen bringt niemandem etwas, der nachher in der Bütt steht.
Dazu kommt noch
- Die Aufzeichnungen von dem, was wir live gemacht haben — thematisch sortiert, zum in Ruhe Nachschauen. Daran arbeite ich gerade, das wächst.
- Eine YouTube-Fundgrube: gesammelte Filme über die deutsche Sprache und ihre Merkwürdigkeiten, die man gut verwenden kann.
Was das nicht ist
Es ist keine Schule.
Es gibt keinen Stundenplan, keine Termine, an denen du dabei sein musst, keine Aufgaben, die jemand einsammelt, keine Prüfung, kein Zertifikat und niemanden, der dich bewertet.
Du schaust, was du willst, wann du willst und in welcher Reihenfolge du willst. Wenn du mit der Figur anfangen möchtest statt mit dem Schreiben — mach das.
Und wenn du gar nichts anschaust und nur im Archiv stöberst, ist das auch in Ordnung. Alles ist in den acht Euro drin. Es gibt keine Zusatzpakete und nichts, was extra kostet.
Vierzehn Tage kannst du dir alles kostenlos ansehen, bevor du dich entscheidest. Schau rein, mach dir ein Bild, und entscheide dann.
Keine Schule. Eine Werkstatt.


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